1. Stop Taipeh

Meine Reise einmal um die Welt startet natürlich zu Hause in Deutschland. Ich fahre mit dem Zug zum Flughafen Frankfurt am Main. Voll bepackt und mit guten Wünschen losgeschickt, erreiche ich den Frankfurter Flughafen, wo ich früh morgens für meinen China Airlines Flug einchecke. Mir ist schon ein wenig mulmig zumute, vor allem da ich gerade erst gelesen habe, dass in den letzten Jahren 2 Maschinen dieser Fluggesellschaft bei Taipeh verunglückt sind.

Naja, nichts desto trotz ergattere ich mit ein bisschen Glück und meinem gesammelten Reise 1×1 einen wunderbaren Fensterplatz, in einer nicht voll besetzen Reihe. Das Gepäck ist nun aufgegeben und die Zeit bis zum Abflug vergeht langsam.

Durch den Trubel am Flughafen kommt das Reisefieber auf und 1000 Gedanken rasen nur so durch meinen Kopf:

„Was werde ich alles erleben?“

„Werde ich interessante Menschen treffen?“

„Wie wird eine Reise mit dem Rucksack sein?“

„Wie wird Taipeh?“

„Bleibe ich vielleicht doch wenn es mir gefällt?“

 

Aber auch die Zweifel kommen immer wieder auf:

„Hoffentlich bekomme ich alle meine Anschlussflüge, -fähren, -busse!“

„War es die richtige Entscheidung zu gehen?“

„Ist mein Lebensweg wirklich der zurück zu kommen?“

„Was mache ich, wenn etwas schief geht?“

„Ist es eine gute Idee alleine zu reisen?“

 

Für mich steht zu Beginn einer jeden großen Reise eine Aufgabe oder eine Fragestellung, die ich mittrage wie einen Rucksack oder meine Handtasche.

Bei dieser Reise hat mich die Frage begleitet, wer ich bin und wer ich sein möchte. So viel ist in den letzten Jahren geschehen und immer wieder habe ich meine Wurzeln entdeckt ,wenn ich das Bekannte verlassen habe und das unentdeckte gesucht habe.

„Reise um dich zu finden.“

„Suche die Ferne, um die Nähe zu finden.“

„Verliere dich, um zu dir kommen zu können.“

 

Vermutlich liegt es in der Natur des Menschen, von solchen Gedanken angetrieben zu werden. Den einen bringt es dazu das Internet oder Telefonleitungen zu erfinden, um die Ferne nach Hause zu holen. Den anderen führt es hinaus in die Welt, um andere Orte und fremde Kulturen kennenzulernen. Zu dieser Sorte Mensch gehöre ich.

Nun also zurück zu meinen ersten Reiseerfahrungen aus Taipeh :-)

Angekommen am frühen Morgen hatte ich einen 18-stündigen Aufenthalt vor mir, den ich trotz den nur wenigen Stunden Schlaf voll auskosten wollte. Eine Reiseplan hatte ich nicht aufgestellt, da ich wusste, dass das taiwanesische Tourismusbüro zwei verschieden Stadttouren für Transittouristen anbietet.

Ich wollte mich genauer über diese Touren informieren, sobald ich meinen ersten Kaffee hatte. Zunächst aber wurde als Teil meines durchdachten Gepäckplans das Sommeroutfit angeworfen, die Zähne in einem nicht schwankenden Bad geputzt und das Gesicht gewaschen. (Leider hatte ich nicht soweit mitgedacht, dass ich an einem solch großen Flughafen auch hätte duschen können….dödööömm.)

Nunja, frisch gemacht und bereit die Welt zu erobern, machte ich mich mit meinem Visumsstempel auf die Suche nach einem Kaffee. Gesagt, getan und gefunden!

Allerdings stellt sich heraus, dass man im Land der Technik (und wie ich bis dahin vermutete, im Land des Fortschritts) an einem internationalen Flughafen am einem Kiosk nicht mit einer Kreditkarte Kaffee kaufen kann. Ohne die leisteste Ahnung vom aktuellen Wechselkurs von Euro zu Taiwanesischen Dollar zu haben, habe ich auf gut Glück 300 Dollar abgehoben (viel zu wenig wie sich herausstellte), um einen lang ersehnten großen Kaffee zu bekommen.

Fast Food à la Taiwan

Wie jeder Kiosk oder Supermarkt, hat auch dieser schwer Eindruck auf mich gemacht. (Eine beliebte taiwanesische „fast food“ Variante seht ihr hier) Die Gerüche, die farbefrohen Verpackungen und in östlichen Ländern vor allem die Überraschungen, die sich in den Verpackungen verstecken, da man durch die fremde Sprache nicht einmal erahnen kann, was sich für ein Produkt dahinter verbirgt, faszinieren mich.

Mit Koffein versorgt habe ich die Vormittagstour gewählt, die zu Sansia & Zushih Temple sowie zu Yingge: Pottery Heaven führen sollte. Das Motto wurde immer mehr  „einfach wach bleiben“, ich brauchte Beschäftigung, um nicht meine Chance zu verpassen Taipeh kennenzulernen. Das Klima war wie erwartet subtropisch, dennnoch hat mich die hohe Luftfeuchtigkeit und die Temperaturen um die 36 Grad doch umgehauen, nachdem ich den Flughafen nach ca. 1 Stunden endlich verlassen hatte.

Die Reise ging los, in einer kleinen, internationalen Gruppe mit 8 Personen, die aus aller Welt einen Zwischenstopp in Taiwan einlegten.

 Taipeh       Taipeh

Taipeh

Hier die ersten Eindrücke der wunderschönen, alten Tempelanlage.

Wollt ihr wissen wie es weitergeht? Bald mehr dazu….